Irish Open (Tour 15 Event) 22.-27. April

Endstation in der Quali

Heute spielte ich gegen die erst 16-jährige aufstrebende Ägypterin, Mariam Ibrahim Metwally (WR 76). Ich fühlte mich erneut gut und konnte Vollgas geben. Meine heutige Gegnerin war aber deutlich stärker als die gestrige und die Ballwechsel wesentlich länger und intensiver. Die ersten beiden Sätze unterliefen mir zuviele leichte Fehler. Ich erspielte mir zwar die Möglichkeit um anzugreifen, sündigte aber im Abschluss mehr als einmal. Das liegt auf diesem Level einfach nicht drin. Im 3. Satz konnte ich das Spiel länger ausgeglichen gestalten und ich spürte, dass auch Mariam müde wurde. Leider konnte ich das nicht konsequent ausnutzen und musste das Spiel 0-3 abgeben.

Einmal mehr merke ich die fehlende Matchpraxis auf internationaler Stufe. Doch erstmals seit meinem Comeback auf der Tour spüre ich, dass es vorwärts geht und auch meine Achillessehnen diese Belastung tolerieren. Das stimmt mich zuversichtlich und ich glaube weiterhin fest daran, bald wieder weiter vorne mitmischen zu können.

So, jetzt werde ich mich erholen, damit ich für die nächste Woche stattfindenden Team EM in Amsterdam fit bin und weitere Matchpraxis sammeln kann.

Bis dahin

Eure Gaby

1. Qualifikationsrunde gemeistert

Mit dem 6. Schweizermeistertitel in der Tasche reiste ich voller Vorfreude und mit einem guten Gefühl nach Dublin.

Heute spielte ich erstmals gegen die Französin Chloé Mesic (WR 86). Ich startete gut ins Spiel und konnte sie gleich mit präziser Länge unter Druck setzen. Ich führte mit 6-1 ehe Mesic so langsam Paroli bot. Nun war es, wie ich es erwartet hatte, ein Kampf um jeden Punkt. Leider konnte ich meinen einzigen Satzball nicht nutzen und musste den 1. Satz im Tiebreak mit 10-12 abgeben. Ich forcierte noch mehr ihre schwächere Rückhand und bekam so die gewünschten Fehler oder Öffnungen, um den Punkt abzuschliessen. Ich glich mit 11-7 aus. Im 3. Satz erwischte ich einen kompletten Fehlstart. Spielte viel zu fehlerhaft und ungeduldig. Sie holte mich mit Boasts und Volleydrops oft nach vorne und setzte mich immerzu unter Druck. Ich war 5-10 hinten, was nun? Ich sagte mir, kämpfe weiter um jeden Punkt, das macht sie müde. Denn ich spürte das intensive Spiel so langsam in den Beinen, hatte aber immer noch gutes Gefühl. ich war zweimal etwas glücklich, aber nicht unbedingt zu unrecht, mit der Schiedsrichterentscheidung, die zu meinen Gunsten ausfiel. Das schien sie aus dem Konzept zu bringen. Mir brachte es die 2-1 Satzführung. Beflügelt davon agierte ich wieder souverän und sicher, während Mesic nicht mehr zu einer Reaktion fähig war. Ein deutliches 11-1 spricht Bände. Super, ein Sieg in der Tasche! Der zweite Sieg folgt hoffentlich morgen.

Am Dienstag spiele ich gegen die junge Ägypterin, Mariam Ibrahim Metwally (WR 76), die im März das Swiss Open gewonnen hatte. Ich freue mich auf den Fight und gebe mein Bestes Punkt für Punkt.

 

Drückt mir die Daumen!

Eure Gaby