Team EM in Nürnberg (Mai 2012)

Eine weitere Niederlage gegen Schottland

Zum Abschluss trafen wir heute auf Schottland. Da für beide Teams der Abstieg in die 2. Division feststand, ging es sozusagen noch um die Ehre und einen versöhnlichen Abschluss. Zumindest der Druck des "Siegenmüssens" war weg.

Ich spielte erstmals gegen Frania Gillen-Buchert. Trotz extrem müden Beinen, fühlte ich mich nach einem langen Warm-up ganz gut. Ich erwischte einen guten Start und diktierte die Ballwechsel klar. Ich ging 10-5 in Führung. Diese verspielte ich beinahe, gewann am Ende 11.9. Satz 2 war eine klare Angelegenheit für mich. Im 3. Satz liess ich zu stark nach, war nicht mehr so konzentriert und rannte rasch einem 1-6 Rückstand hinterher. Ich kam immer näher und konnte das Tiebreak mit 15-13 gewinnen, wobei ich auch wenige Satzbälle abwehren musste. Ich war sehr froh, in 3 Sätzen durchgekommen zu sein. Leider konnten weder Sara noch Julia ihre Spiele gewinnen.

Eine für mich sehr erfolgreiche und gute EM schlossen wir somit auf dem eher enttäuschenden 8. Rang ab.

Jetzt werde ich mich erholen und in einer Woche am British Open (Qualifikation) wieder angreifen!

Bis dann :-)

Aus der Traum gegen Wales

Die Enttäuschung ist gross, denn diese Niederlage gegen Wales war nicht zwingend und bedeutet gleichzeitig, dass unser Abstieg in die 2. Division besiegelt ist. Aber von vorne:

Heute durfte ich als Erste auf den Platz. Zum ersten Mal spielte ich gegen die 19-jährige Tesni Evans (WR 49). Ich fühlte und bewegte mich sehr gut. Doch auch sie spielte stark auf. Schon nach wenigen Punkten war klar, dass das ein harter Abnützungskampf werden wird. Denn die Bedingungen waren sehr schwierig, schwierig insofern, da es sehr heiss ist auf dem Platz und der Ball sehr hoch springt. D.h. der Ball ist kaum zu töten und eine gute Länge zu finden ebenso. Beide machten nur wenige dumme Eigenfehler. Disziplin war angesagt. Nachdem ich im 1. Satz klar 10-5 fuehrte, vergeigte ich alle Satzbaelle und konnte erst im Tiebreak 15-13 gewinnen. Im 2. Satz erwischte sie einen super Start, vollierte meine schlechte Breite mit Drops und ich war zu langsam. Kam nach 1-6 nochmals naeher, aber es reichte nicht. Es stand 1-1. Im 3. Satz war es wieder enger und entschied erneut das Tiebreak zu meinen Gunsten. Daraus schlug ich kein Kapital und musste in den Entscheidungssatz. Körperlich waren wir beide ziemlich am Ende, es war eine reine Willensleistung und ging über den Kampf. Am Ende durfte ich jubeln, konnte den Sieg aber nicht so richtig geniessen, da ich einfach zu erschöpft war. Mit der 1-0 Führung für die Schweiz, startete Jasmin Ballmann auf Position 3 stark und gewann Satz 1. Leider blieb es bei diesem Satzgewinn. Am Ende lag es an Sara Guebey, gegen die erfahrene Deon Saffery gross aufzutrumpfen. Im 1. Satz war es ein Kopf an Kopf und Sara verlor knapp 11-13. Danach behielt Deon die Kontrolle übers Spiel und gewann klar 3-0.

Jetzt spielen wir morgen zum Abschluss gegen Schottland. Bis zum "Anpfiff" um 12:15 Uhr werde ich mich erholen :-)

Enttäuschende Niederlage gegen Heimteam

Die Begegnungen gegen Deutschland, von denen es an Europameisterschaften schon viele gegeben hat, sind immer toll und eine besondere Spannung herrscht. Dieses Jahr sowieso, koennen die Deutschen doch vor Heimpublikum antreten und werden auch lautstark unterstuetzt. Wir wollten unbedingt gewinnen, denn das haette uns einen Schritt naeher gebracht, die EM in den Top 6 abzuschliessen.

Leider wurde aus dem Teamsieg nichts. Aber mal von vorne.... Julia Schmalz machte den Anfang gegen Franziska Hennes. Beide Spielerinnen hatten einen 5-Satz Match in den Beinen, wobei Franzi viel entschlossener wirkte. Sie brachte Deutschland klar 1-0 in Front. Nun lag es an mir, dass Sara um den entscheidenden Punkt spielen kann. Ich spielte gegen meine Dauerrivalin Kathrin Hauck (ehemals Rohrmueller). Im 1. Satz machte ich ein paar Fehler zu viel und war noch zu wenig aggressiv. Sie gewann knapp mit 16-14. Der 2. Satz war anfangs noch hart umkaempft, doch so langsam gewann ich Oberhand und ihre Kraefte liessen nach. Ich gewann 11-6. Danach war ihre Gegenwehr beinahe gebrochen. So hatte es zumindest den Anschein, denn sie wusste nicht so recht, wie zu Punkten zu kommen und beging zahlreiche Fehler. Mein 3-1 stand nach gut 35' fest. Im Entscheidungsspiel spielte Sara Guebey zwar gut, aber konnte nicht ueber sich hinauswachsen, um der Schweiz den ersten Sieg an der diesjaehrigen EM zu bescheren.

Tja, jetzt muessen wir am Freitag und Samstag beide Male gewinnen (gegen Wales und Schottland), um in den Top 6 klassiert zu sein und somit den Klassenerhalt zu schaffen.

Wir geben Alles!

Zweite Niederlage gegen Irland

Gestern morgen spielten wir gegen das starke Team aus Irland, welches letztes Jahr die Bronzemedaille gewann. Zuerst spielten die beiden Nr.3 der Teams, wobei Julia Schmalz knapp 2-3 verlor. Danach durfte ich gegen die Weltnr. 3, Madeleine Perry, auf den Court. Ich fuehlte mich koerperlich etwas angeschlagen und nicht so locker wie gestern. Der erste Satz war noch hart umkaempft und ich verlor mit 8-11. Mit Hinblick auf die wichtige Partie gegen Deutschland schonte ich meine Kraefte ein wenig und eine relativ klare 0-3 Niederlage war die Folge. Schade, ich haette gerne Vollgas gegeben. Aber an einem solchen Anlass muss man sich manchmal fuer den Teamgedanken und die Knuellerspiele zuruecknehmen. Das abschliessende Spiel verlor Sara Guebey diskussionslos gegen eine Top 30-Spielerin.

Am Nachmittag waere ein Sieg Pflicht gewesen gegen Deutschland, um den Verbleib in der Division 1 einen Schritt naeher zu ruecken.

Startniederlage gegen Vize-Europameister Holland

Wir starteten unsere EM Kampagne gegen den letztjährigen Vize-Europameister aus Holland. Als Erstes spielten die beiden Nr. 2 des Teams, wobei Sara Guebey ihr Spiel klar 0-3 verlor gegen Orla Noom. Danach war ich an der Reihe gegen Nathalie Grinham (ehemalige Nr. 2 der Welt und momentane Top 10-Spielerin). Ich fühlte mich sehr gut auf dem Platz und startete sehr gut ins Spiel. Es war ein enges, hart umkämpftes Match, wobei ich den 1. Satz gewinnen konnte. Im 2. Satz hielt ich zu Beginn auch locker mit, doch dann erwischte sie mich ein paar Mal mit ihren Flicks, weil ich nicht 100% fokussiert war auf den Ball. Ich konnte den Rückstand nochmals verkürzen, verlor aber dennoch Satz 2. Auch in den nächsten beiden Sätzen hielt ich gut mit, spielte phasenweise super Squash und konnte sie dominieren und schickte sie in alle 4 Ecken. Doch gegen eine so erfahrene Spielerin aus den Top 10, kann man sich leider keine mentalen Pausen leisten. Diese nutzte sie umgehend aus und baute ihren Vorsprung aus. Ich wehrte mich mit allen Mitteln, biss mich rein. Am Ende musste ich ihr zu einem knappen Sieg gegen mcih gratulieren. An Position 3 spielte Jasmin gegen Milou van der Heiden und verlor 1-3.

Dieses Spiel gegen Grinham gibt mir viel Selbstvertrauen für die nächsten Herausforderungen. Für uns ist morgen v.a. das Spiel gegen Deutschland sehr wichtig, wo ein Sieg unbedingt her muss, wenn wir in die Top 6 wollen!

Hopp Schwiiz!!

Ankunft

Diese Woche finden die Team EM in Nuernberg statt. Fuer die Schweizer Damen spielen nebst mir Sara Guebey (Nr. 2), Julia Schmalz (Nr. 3) und Jasmin Ballmann (Nr. 4) im Team und gecoacht werden wir von Mark Woodliffe.

Gestern sind wir mit dem Auto nach Nuernberg angereist. Es war eine relativ kurze Fahrt von etwas mehr als 400km von Zuerich. Anschliessend konnten wir uns erstmals auf dem Glasscourt einspielen. Nach ein paar Stunden Autofahrt fuehlt sich das nicht wirklich toll an. Dennoch tat es gut, ein paar Baelle zu schlagen und sich etwas zu bewegen.

Der Glasscourt ist schon ziemlich speziell mit den Lichtverhaeltnissen und so. Wir werden drum heute gegen Holland und morgen gegen Deutschland drauf spielen.

Ich freue mich, wenn es heute um 13 Uhr losgeht! Unser Ziel ist ganz klar, den "Klassenerhalt" zu schaffen und somit in der ersten Division zu bleiben, d.h. wir muessen in die Top 6 kommen. Schwierig, aber moeglich!

Let's go Switzerland!